Sport in Athen

Zwölf lange Jahre mussten die Fans warten, nun wurde es endlich wieder Realität.
AEK Athen qualifizierte sich erstmals seit der Saison 2006/07 für die Gruppenphase der Champions League.
Nach dem erfolgreichen Bewältigen der letzten Qualifikationshürde Vidi aus Ungarn warten nun überaus attraktive Gegner auf den griechischen Hauptstadtklub. Besonders ein Besuch in Deutschland sorgt für Aufmerksamkeit.

Erfolgreiche Qualifikation in Schottland und Ungarn

Quelle: Munich Banditos via Twitter

Die chaotische Fußball-Saison in Griechenland fand spät ein positives Ende. Nach Ausschreitungen, Spielabbrüchen und anderen unschönen Szenen machten sich die besten Klubs des Landes in diesem Sommer daran, das Image des Landes auf der internationalen Bühne aufzubessern. Zumindest in sportlicher Hinsicht gelang dies bislang erstaunlich gut, was fast zu zwei Vereinen in der Champions League Gruppenphase führte. Am Ende wurde es einer, Vizemeister PAOK Saloniki scheiterte nach Führung gegen Benfica Lissabon. Blieb der Meister AEK Athen, der sich am Ende erfolgreich durchsetzen konnte. Dabei traf die Mannschaft von Marinos Ouzounidis schon früh auf einen europäischen Topgegner und Stammgast der Königsklasse.

In der dritten Qualifikationsrunde wartete mit dem schottischen Meister Celtic Glasgow eine Aufgabe, die in zehn Fällen gewöhnlich weniger als fünfmal gut endet. Diesmal war es anders. Nach einem 1:1 im Hinspiel brachte AEK im Rückspiel seinen Vorsprung im Olympiastadion mit 2:1 über die Ziellinie. Entscheidend war letztlich das Tor vom kroatischen Topspieler Marko Livaja, der das 2:0 für die Athener erzielte. Im Anschluss warteten in den Playoffs unscheinbare Gegner auf AEK, die zuvor noch nie in der Champions League aktiv waren. Gerade das machte MOL Vidi zu einem leicht zu unterschätzenden Gegner, der sich jedoch früh entscheidend selbst schwächte, indem er sich im Heimspiel eine Rote Karte einhandelte. AEK gewann auswärts 2:1 und brachte den Vorsprung daheim mit einem 1:1 über die Zeit. Dummerweise zeigten sich abermals Spieler zu undiszipliniert, sodass Athen in den beiden Spielen gegen Vidi drei Rote Karten zu beklagen hatte.



Hochattraktive Gruppe für AEK


Quelle: FCB-Fanbetreuung via Twitter

Da eine dieser Roten Karten unter anderem Livaja erwischte, wird es AEK in der Gruppenphase noch schwerer als ohnehin schon haben. In den bet365 Fußball-Wetten wird niemand auf Athen setzen, insbesondere wenn man sich die Gegner der Auslosung in Monaco ins Gedächtnis ruft. Auf der Gegenseite stehen drei Hauptstadtklubs, die an Tradition schwer zu überbieten sind und diese Vorrundengruppe E so attraktiv machen. Es warten schließlich der deutsche Meister Bayern München, Portugals Rekordmeister Benfica Lissabon sowie der niederländische Rekordtitelträger Ajax Amsterdam. Kein Vergleich also zur Vorrundengruppe von 2006 mit Milan, Anderlecht und Lille.

Als klarer Favorit gehen die Münchner ins Spiel, die im Europapokal noch nie gegen AEK spielten. Gleiches gilt nicht für Ajax und Benfica, die immerhin einmal zuvor bereits Gegner der Athener waren. Beide sind nach wie vor ein gutes Level über der Qualität von AEK anzusiedeln, die mit mehr als Platz 4 arg überraschen würden. Dennoch zeigte die Vergangenheit mit der Spielzeit 2002/03, was möglich ist, wenn man nur daran glaubt. Als klarer Außenseiter blieb AEK gegen Real Madrid, AS Rom und Racing Genk in sechs Spielen ungeschlagen und holte dabei sechs (!) Unentschieden. Das würde wohl jeder Fan von AEK vor dem Trip nach München sofort unterschreiben.