Kultur Das neue Akropolis Museum in Athen soll am 20. Juni mit einer weltweit übertragenen großen Feier eröffnet werden. Dies kündigte der griechische Kulturminister Antonis Samaras gestern im Fernsehen an. "Das Museum ist ein Schmuckstück. Seine Einweihung am 20. Juni wird ein Weltereignis werden", sagte Samaras. Auch EU- Kommissionspräsident José Manuel Barroso äußerte sich am Montag nach einer ersten Besichtigung des neuen Museums der Athener Akropolis begeistert. "Die Griechen können stolz sein", sagte der Portugiese. Das neue Museum am Fuße der Akropolis hat drei Stockwerke und eine Fläche von 25 000 Quadratmetern. Die Errichtung hat mehr als elf Jahre gedauert. Die Pläne entwarf der Schweizer Stararchitekt Bernard Tschumi. Besucher werden von dem Bau aus einen ungehinderten Blick auf das Wahrzeichen der griechischen Hauptstadt haben.



Athen will den Berichten zufolge mit der geplanten Feier auch Großbritannien weiter unter Druck setzen, endlich den antiken Parthenon-Fries zurückzugeben. Mit der Eröffnung des neuen Museums gebe es nun keinen Grund mehr für die Briten, die fehlenden Friesteile zu behalten, meinen die Griechen. Das Britische Museum hatte bislang argumentiert, in Athen gebe es keinen geeigneten Aufbewahrungsplatz für die Friesteile. 56 der 96 Platten des Frieses befinden sich bis heute im Britischen Museum in London. Der damalige britische Botschafter in Konstantinopel (heute Istanbul), Lord Elgin, hatte Anfang des 19. Jahrhunderts die am besten erhaltenen Teile des Parthenons und anderer Denkmäler der Akropolis demontiert und nach England gebracht. Athen fordert seit mehr als einem Vierteljahrhundert ihre Rückgabe. Der Parthenon ist eines der berühmtesten noch existierenden Baudenkmäler des antiken Griechenland.