Athen-Geschichte Zu Beginn des 5. Jh. v.Chr. beschlossen die Perser einen Feldzug gegen die Griechen, um vor allem den Aufstand der Griechen in Ionien (kleinasiatische Küste) niederzuschlagen. Die Eroberung der griechischen Halbinsel und der Agäis wurde jedoch durch ihre Niederlage bei Marathon verhindert. Athen bewies in dieser Schlacht unter der Führung des Miltiades seine Überlegenheit über die anderen Griechen. Die Perser wollten diese Niederlage nicht hinnehmen und erreichten zehn Jahre später unter der Führung von Xerxes, dem neuen persischen Großkönig, wieder Attika und wurden von den Athenern in der Seeschlacht von Salamis erneut besiegt (480 v.Chr.). Wiederum war Athen der Held des Sieges unter Führung von Themistokles und seinem Berater Aristides.

Den Triumph der Griechen über die Perser besiegelte ein Jahr später die Schlacht von Platää und der Sieg der Athener Dieser Zusammenstoß war ein Zusammenstoß zweier Welten. Stolz, von Leidenschaften erfüllt und voll Selbstvertrauen besaßen die Griechen eine Lebendigkeit, die es ihnen erlaubte, über die zahlenmäßig überlegene Macht des Perserreiches zu triumphieren. Bis zu diesem Zeitpunkt war Sparta die führende Macht Griechenlands gewesen. Die Perserkriege führten jedoch die Stadt Athen als neue Macht herauf Die Übernahme der Macht durch Perikles war das auslösende Moment für die Stadt, wie er es selbst mit ergreifenden Worten in der Grabrede für die Gefallenen beschreibt.
Die Athener waren mit einer Charakterstärke begabt, die sie von den anderen Griechen unterschied. Sie traten den Problemen des Daseins mit einer solchen Kraft und einer so großen geistigen Unabhängigkeit gegenüber; die der reinste Ausdruck des Griechentums war und auf geistiger und politischer Ebene die abendländische Kultur der Neuzeit unmittelbar beeinflußte.


Doch die Saat der unversöhnlichen Zwietracht zwischen Athen und der anderen großen Macht Sparta ging bereits auf und sollte das 5. Jh. v Chr unauslöschlich zeichnen. Themistokles hatte diese Gefahr vorausgesehen und alles getan, um ihr zu entgehen. Er machte die Mauern Athens uneinnehmbar; er schuf den Hafen Piräus und verstärkte die Seemacht der Stadt noch weiter.
Kimon setzte das Werk von Themistokles fort, dessen Siege am Eutymedon (466 u Chr.), bei Thasos und am Hellespont schließlich die Perser vollständig aus dem Mittelmeer vertrieben und die Agäis zu einem griechischen Meer machten.

Der attische Seebund vereinigte 478 v.Chr. alle Inseln und Küsten gebiete der Agäis unter der Führung Athens. Kimon verschönerte Athen mit Bauten und verwandelte den Hain des Akademos in Kolonos in ein erholsames Paradies für die Athener In der Zeit des Kimon brachte Aschylos sein Stück die “Perser“ (472 v.Chr.) auf die Bühne des Dionysos Theaters. Die Aufführung wurde von Perikles finanziert, der damit erstmals öffentlich in Erscheinung trat.

Nach dem Tod des Kimon benötigte die Volksversammlung einen überragenden Führer und fand ihn in der Person von Perikles. Er war ein jugendlicher Großgrundbesitzer aus namhafter Familie. Er besaß einen klaren Verstand, eine überragende Bildung und eine mitreißende Beredsamkeit.
Er reformierte viele der Gesetze Solons, festigte die Demokratie, verstärkte das Heer und die Flotte, erhöhte den Lohn der Richter; erlaubte dem Volk freien Eintritt in das Theater und unter seiner Führung erreichte Athen seinen Höhepunkt. In den fünfzig Jahren 479-432 v. Chr, die auf das Ende der Perserkriege folgten, sollte Perikles mit seinen Reformen die Athener Demokratie vollenden.
Der Gleichheit aller Bürger sind auch die Leistungen der Literatur und der Künste zu verdanken. Der Beitrag Athens im kulturellen und politischen Bereich ist die Grundlage der europäischen Kultur