Athen-Geschichte

Griechische Archäologen haben ein Grab entdeckt, in dem Theseus - einer der berühmtesten Helden der griechischen Mythologie - bestattet worden sein soll.

«Wir glauben, dass Theseus kein Märchen war, sondern tatsächlich gelebt hat», sagte die Archäologin Eleni Konsolaki der Athener Zeitung «Ta Nea».

Nach seinem Tode wurde Theseus demnach in einer überdimensionalen, unterirdischen Anlage bei Troizin auf der Ostseite der Halbinsel Peloponnes bestattet. Im Grab seien Knochen gefunden worden.

DNA-Test soll Klarheit schaffen

Ein DNA-Test soll nun beweisen, ob die menschlichen Überreste aus dem - wie die Archäologen vermuten - 15. bis 16. Jahrhundert vor Christus stammen. Das sei die Zeit, in der Theseus gelebt haben soll.

Pausanias - ein Geograf und Reisender der Antike - hatte berichtet, dass er den Geburts- und Bestattungsort des Helden in dieser Region besucht habe. Daher hatten die Archäologen dort gezielt nach dem Grab gesucht.

Bezwinger des Minotaurus

Theseus war der Überlieferung nach von seinem Grossvater Pittheus in Troizin erzogen worden und ging anschliessend nach Athen. Berühmt wurde er, als ihm die Tötung des Minotaurus im Labyrinth auf Kreta gelang. Damit befreite er Athen vom jährlichen Tribut, sieben Jünglinge und sieben Jungfrauen dem Minotauros zu opfern.