Innerhalb der Europäischen Union ist das Risiko, beim Autofahren tödlich zu verunglücken, in Griechenland am größten.


In Großbritannien leben Autofahrer und Beifahrer hingegen am gefahrlosesten. Deutschland belegt unter den alten EU-Mitgliedern, was das Unfallrisiko mit tödlichem Ausgang angeht, knapp vor Italien Platz sechs.

Diese Berechnungen veröffentlichte die Allianz pro Schiene am Wochenende. Sie beruhen auf kürzlich veröffentlichten Zahlen der EU-Kommission, gemessen wurden Unfälle pro zurückgelegtem Personenkilometer.

Am sichersten ist in allen EU-Ländern das Zugfahren. „Das Todesrisiko beim Zugfahren ist pro zurückgelegtem Kilometer EU-weit 23 mal geringer als im Auto“, sagte der Geschäftsführer von Allianz pro Schiene, Dirk Flege, unter Verweis auf die Statistik aus Brüssel. „Diese Zahlen sollten der deutschen Regierung zu Beginn ihrer EU-Ratspräsidentschaft zu denken geben“, sagte Flege.

Er forderte die Bundesregierung zu einer stärkeren EU-weiten Förderung des Schienenverkehrs auf. Dies sei „praktizierter Menschenschutz und unter Klimaschutzaspekten ohnehin geboten“, sagte der Geschäftsführer des Schienenbündnisses.

In der EU mit ihren 25 Mitgliedern, wie sie bis Jahresende 2006 bestand, starben jährlich mehr als 41.000 Menschen durch den Straßenverkehr. In Deutschland kamen 2005 insgesamt 3.815 Menschen im Pkw ums Leben und sieben Bahnreisende.