Die Taxifahrer in Athen planen für den 20. und 21. Januar einen neuen 48-stündigen Streik und verschärfen damit ihren Protest gegen die ihrer Meinung nach systematische Unterschätzung der seit langem bestehenden Probleme in der Branche durch die Regierung.

Die von der Attica Taxi Drivers' Union (SATA) angekündigte Aktion zielt darauf ab, die Behörden unter Druck zu setzen, sich mit den regulatorischen, finanziellen und betrieblichen Herausforderungen zu befassen, mit denen Taxifahrer konfrontiert sind.

Im Rahmen der Mobilisierung findet am Dienstag, dem 20. Januar, um 10:00 Uhr im Peristeri Exhibition Center eine Informationsveranstaltung für die Branche statt.

In einer Erklärung teilte die SATA mit, dass ihr Vorstand kürzlich mit Fraktionen der Oppositionsparteien, darunter PASOK, SYRIZA, Hellenic Solution und KKE, zusammengetroffen sei, wobei eine Reihe von Anliegen der Branche zur Sprache gebracht worden seien. Nach Angaben der Gewerkschaft bekundeten die Vertreter der Opposition ihre Unterstützung und versprachen, sich für sofortige Lösungen einzusetzen.

Zu den wichtigsten Themen gehörte der Übergang zur Elektromobilität, wobei die Taxifahrer eine Verlängerung der Übergangsfrist bis 2035 sowie einen realistischeren und nachhaltigeren Umsetzungsrahmen forderten. Die SATA forderte außerdem einen klareren Rechtsrahmen für private Mietwagen mit Chauffeur (E.I.X.) und verwies dabei auf Bedenken hinsichtlich Marktverzerrungen und unlauterem Wettbewerb durch multinationale Fahrdienstvermittlungsplattformen.

Weitere Forderungen sind die Freigabe von Busspuren für besetzte Taxis und Änderungen an der laut Gewerkschaft unfairen steuerlichen Behandlung der Branche.

Die SATA kritisierte auch den stellvertretenden Verkehrsminister Konstantinos Kyranakis und warf ihm vor, die Herausforderungen der Branche herunterzuspielen und die wiederholten Appelle der Taxifahrer zu ignorieren.