
Eine neue grenzüberschreitende Straße zwischen Thrakien und Bulgarien wurde für den Verkehr freigegeben. Damit wird die Verkehrsanbindung zwischen Nordgriechenland und Südosteuropa verbessert und die Rolle der Region innerhalb wichtiger europäischer Verkehrskorridore gestärkt.
Der Abschnitt Dimario–griechisch-bulgarische Grenze, ein Kernstück der vertikalen Straßenachse, die Xanthi mit den nördlichen Grenzen verbindet, wurde für den Verkehr freigegeben, womit ein technisch anspruchsvoller Abschnitt der Strecke fertiggestellt wurde. Die acht Kilometer lange Strecke führt durch bergiges Gelände und stellt eine direkte Verbindung zwischen dem bestehenden Straßennetz südlich von Dimario und der griechisch-bulgarischen Grenze her.
Die neue Straße wurde nach modernen Sicherheitsstandards konzipiert und verbessert die Fahrbedingungen in einem Gebiet, das bisher mit schwierigen und zeitaufwändigen Fahrten verbunden war, erheblich. Das Projekt umfasst auch eine Umgehungsstraße für die Siedlung Dimario, die den Schwerverkehr aus den Wohngebieten fernhält und die Verkehrssicherheit und Lebensqualität der Anwohner verbessert.

Über seine lokalen Auswirkungen hinaus stärkt das Projekt die grenzüberschreitende Mobilität und den Handel, indem es Thrakien effizienter mit Bulgarien und damit auch mit dem gesamten europäischen Verkehrsnetz verbindet. Durch die Anbindung an die Autobahn Egnatia Odos über die Anschlussstellen Vani und Vafeika in der Region Xanthi verbessert die Straße den Zugang zu den wichtigsten Ost-West-Verkehrskorridoren in Nordgriechenland.
Die Fertigstellung der Achse unterstreicht die strategische Rolle Thrakiens als Verkehrsknotenpunkt in Südosteuropa, insbesondere im Rahmen der regionalen Zusammenarbeit zwischen Griechenland, Bulgarien und Rumänien. Die Strecke ist Teil des größeren Korridors Ostsee–Schwarzes Meer–Ägäis, der den Waren- und Personenverkehr zwischen den wichtigsten europäischen Märkten erleichtern soll.
Förderung des Tourismus und der grenzüberschreitenden Mobilität

Die verbesserte Erreichbarkeit dürfte auch die Entwicklung des Tourismus in der gesamten Region fördern, da sie den Zugang zu Bergdörfern, Naturlandschaften sowie kulturellen und religiösen Stätten im Norden Thrakiens erleichtert. Gleichzeitig wird erwartet, dass die bessere Anbindung an Bulgarien den grenzüberschreitenden Besucherverkehr ankurbeln und lokale Gastronomie- und Dienstleistungsunternehmen unterstützen wird.
Der Abschnitt Dimario–Grenze hat einen Standardquerschnitt von 7,5 bis 10,5 Metern mit einer Fahrspur in jeder Richtung und einer Auslegungsgeschwindigkeit von 40 bis 60 Kilometern pro Stunde, was die schwierigen Geländeverhältnisse in diesem Gebiet widerspiegelt. Es wurden auch Sonderregelungen getroffen, um den Zugang zu angrenzenden Grundstücken und Wohnhäusern entlang der Strecke wiederherzustellen.




