Die Startlinie des 42-km-Marathons im Marathonstadion. Fotoquelle: Authentic Athens Marathon

Die Region Attika hat ein acht Millionen Euro teures Projekt zur Modernisierung der authentischen Marathonstrecke Griechenlands vorgestellt, mit dem Ziel, die weltweite Bedeutung des Geburtsortes des Marathons zu stärken und eine der symbolträchtigsten Sportstätten des Landes zu modernisieren.

Die 42 Kilometer lange Strecke von Marathon nach Athen, die jährlich für den Authentic Athens Marathon genutzt wird, folgt der legendären Route von Pheidippides, der 490 v. Chr. lief, um den Sieg Griechenlands in der Schlacht von Marathon zu verkünden – eine Geschichte, die den modernen Marathonlauf inspirierte.

Die Initiative wurde während eines Besuchs des Gouverneurs von Attika, Nikos Hardalias, in der Gemeinde Marathon vorgestellt. Laut Hardalias wird das Projekt in Zusammenarbeit mit dem griechischen Leichtathletikverband (SEGAS) umgesetzt.

„Die Restaurierung der authentischen Marathonstrecke ist ein Projekt von globaler Bedeutung und muss Standards setzen, die ihrem historischen Erbe würdig sind“, sagte er.

Aufwertung der Strecke und ihrer Identität

Beamte in den Sportanlagen in Marathon und Nea Makri. Fotoquelle: Region Attika

Das Projekt umfasst zwei Hauptmaßnahmenbereiche.

Der erste konzentriert sich auf Restaurierungs-, Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten am Startpunkt des Marathons und den angrenzenden Stadionanlagen.

Der zweite Bereich zielt darauf ab, das internationale Profil der Strecke durch eine einheitliche visuelle Identität und gezielte Verbesserungsmaßnahmen zu stärken.

Geplant sind neue Informationsschilder, thematische historische Stationen entlang der Strecke, mögliche Skulpturen, ein markantes Bauwerk am Startpunkt, eine verbesserte Beleuchtung und eine spezielle Streckenbeschilderung.

Ein zentraler Bestandteil, der derzeit geprüft wird, ist die Einrichtung einer Verwaltungsstelle für die Marathonstrecke, an der die regionalen Behörden und lokalen Gemeinden beteiligt sind.

„Die Instandhaltung, Sicherung und Modernisierung einer solchen Infrastruktur kann nicht allein in der Verantwortung der Gemeinden liegen, da es sich um eine nationale Angelegenheit handelt, die auch als solche behandelt werden sollte“, betonte Hardalias.

Breiterer Investitionsrahmen

Die Modernisierung der Marathonstrecke ist Teil eines umfassenderen Investitionspakets in Höhe von 35,6 Millionen Euro für die Gemeinde, das sich in einen regionalen Rahmen von 281 Infrastrukturprojekten einfügt.

Zu den wichtigsten Bauvorhaben gehört ein derzeit im Bau befindliches Kulturzentrum im Wert von acht Millionen Euro. Weitere Investitionen umfassen die Modernisierung von Stadien – zur Verbesserung der Leichtathletikanlagen in Marathon und Nea Makri – im Wert von mehr als 600.000 Euro sowie Projekte zum Hochwasserschutz, zum Katastrophenschutz und zur kulturellen Infrastruktur.

Das Projekt „Marathonroute“ soll bis März 2028 abgeschlossen sein.