Der Ausbau des Hafens von Thessaloniki

Der Ausbau des Hafens von Thessaloniki schreitet voran; das Projekt „Pier 6“ soll die Containerkapazität verdreifachen und die Position des Hafens als regionaler Logistikknotenpunkt stärken.

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis besuchte den Hafen diese Woche, wo er über den Fortschritt der Modernisierungsarbeiten und das umfassendere Investitionsprogramm der Hafenbehörde von Thessaloniki (ThPA) informiert wurde.

Durch die Modernisierung wird die Containerumschlagkapazität von rund 500.000 TEU auf 1,5 Millionen TEU erhöht, wodurch der Hafen größere Schiffe aufnehmen und seine Rolle als wichtiges Tor für Südost- und Mitteleuropa stärken kann.

Der Ausbau des Hafens von Thessaloniki

Laut einer sozioökonomischen Wirkungsstudie von Deloitte, die während des Besuchs vorgestellt wurde, soll die vollständige Erschließung des Hafens mehr als 52.000 Arbeitsplätze sichern, was seine Bedeutung für das regionale und nationale Wachstum unterstreicht.

Der Ausbau wird zudem als strategischer Schritt zur Stärkung der Position Thessalonikis als Transitknotenpunkt für den Balkan angesehen. Die Hafenbehörden betonten jedoch die Notwendigkeit, den Ausbau der kritischen Infrastruktur, einschließlich der Schienen- und Straßenanbindungen, zu beschleunigen, und wiesen darauf hin, dass Verzögerungen den vollen Nutzen der Investition einschränken könnten.

„Der Ausbau von Pier 6 ist ein zentraler Bestandteil unseres Investitionsplans und wird die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens in der gesamten Region erheblich steigern“, sagte Ioannis Tsaras, CEO der ThPA, und merkte an, dass weitere Fortschritte von der rechtzeitigen Fertigstellung wichtiger Infrastrukturarbeiten abhängen.

Überführungsprojekt in Thessaloniki schreitet voran

Mitsotakis besuchte zudem die Baustelle

Mitsotakis besuchte zudem die Baustelle der Hochstraße, wo er von Vertretern der Unternehmen METKA ATE und AVAX über den Fortschritt der Arbeiten informiert wurde. Die 13 Kilometer lange Hochstraße umfasst neun Anschlussstellen, acht Brücken und drei Tunnel; die Bauarbeiten sind mittlerweile zu mehr als 50 Prozent abgeschlossen, die Fertigstellung ist für Mitte 2027 geplant.

Der Ministerpräsident wies darauf hin, dass die Hochstraße neben der U-Bahn-Erweiterung und dem Ausbau der städtischen Busflotte einen wesentlichen Bestandteil einer umfassenden Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrssystems von Thessaloniki bilden wird, mit dem Ziel, die städtische Mobilität deutlich zu verbessern.

Einführung eines KI-gestützten Verkehrsmanagementsystems durch IMET
Während des Besuchs wurde der griechische Ministerpräsident auch über ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Verkehrsmanagementsystem informiert, das in Zusammenarbeit mit Google entwickelt und über das Hellenische Institut für Verkehr (IMET) implementiert wurde. Das System soll den Verkehrsfluss verbessern, die Verkehrssicherheit erhöhen und die Umweltbelastung verringern und könnte künftig auch in Athen eingeführt werden.

Der Besuch umfasste zudem Besichtigungen neuer Schulinfrastrukturprojekte in Thessaloniki, die Teil eines umfassenderen Programms zur Modernisierung öffentlicher Einrichtungen in der ganzen Stadt sind.