Als bedeutender Meilenstein für Griechenlands nationales Ziel, den Klimawandel zu bekämpfen, wurden am Sonntag vier griechische Wärmebildsatelliten an Bord einer SpaceX-Falcon-9-Rakete erfolgreich in die Umlaufbahn gebracht. Dieser Start markiert den offiziellen Start der ersten Phase des Nationalen Mikrosatellitenprogramms, einer strategischen Initiative zur Modernisierung der griechischen Katastrophenschutz- und Waldbrandbekämpfungsfähigkeiten.

Die Satelliten wurden von OroraTech entwickelt und sind speziell darauf ausgelegt, Brandausbrüche auf dem gesamten griechischen Staatsgebiet nahezu in Echtzeit zu erkennen und zu überwachen. Durch den Einsatz fortschrittlicher Wärmesensoren ermöglicht das System den Behörden, Wärmesignaturen bereits in einem sehr frühen Stadium zu identifizieren, das Fortschreiten aktiver Brände zu verfolgen und nach einem Vorfall präzise Schadensbewertungen durchzuführen.

Griechenlands Wärmebildsatelliten: Ein neuer Schritt im Kampf gegen die Klimakrise
Seit Jahren ist Griechenland bei der Bewältigung seiner sommerlichen Waldbrandsaison auf internationale Zusammenarbeit und terrestrische Überwachung angewiesen. Mit diesem Start wird eine unabhängige, zweckgebundene Satelliteninfrastruktur geschaffen, die Daten direkt in den staatlichen Erdbeobachtungs-Hub integriert. Dies schafft eine einheitliche operative Umgebung, die es der griechischen Feuerwehr und den Behörden ermöglicht, in Notfällen datengestützte Entscheidungen zu treffen. Über die Branderkennung hinaus bietet die Wärmebildtechnologie auch erhebliche Vorteile für die Umwelt. Die Satelliten werden hochpräzise Daten zu Meeresoberflächentemperaturen, Küstenbedingungen und dem Zustand von Binnengewässern wie Seen und Stauseen liefern.

Diese Informationen sind für die Bewirtschaftung der Wasserressourcen und den Schutz mariner Ökosysteme vor den Auswirkungen steigender globaler Temperaturen von entscheidender Bedeutung. Die Mission mit dem Namen „Hellenic Space Dawn“ umfasste auch den Start von zwei experimentellen Mikrosatelliten. Diese Einheiten sind das erste griechische CubeSat-Duo, das der Erdbeobachtung gewidmet ist. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, in Griechenland entwickelte Weltraumtechnologien zu validieren, darunter innovative laserbasierte optische Kommunikationssysteme. Diese experimentellen Satelliten werden eine Vielzahl von sekundären Anwendungen unterstützen, wie beispielsweise die Seeüberwachung, die Überwachung von Schiffsbewegungen und die Schiffsortung.

Sie werden Griechenland zudem dabei unterstützen, eine hochmoderne landwirtschaftliche Überwachung aufzubauen, Veränderungen in der Landnutzung und im Zustand der Kulturen zu verfolgen sowie Hochwasserschutzmaßnahmen zu ergreifen, da sie die Risiken von Küstenüberschwemmungen in Echtzeit überwachen werden. Das Projekt wird vom Hellenic Space Center (HSC) und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) unterstützt.

Die Finanzierung der Initiative wurde durch den Aufbau- und Resilienzfonds der Europäischen Union gesichert, was das Engagement Griechenlands widerspiegelt, wirtschaftliche Ressourcen nach der Pandemie für langfristige Klimaziele einzusetzen. Mit diesem wichtigen Schritt schließt sich Griechenland einer ausgewählten Gruppe von Nationen an, darunter die Vereinigten Staaten, Brasilien, Kanada, Argentinien und Italien, die spezielle oder eigene Weltraumressourcen für die Umweltsicherheit betreiben.