
Die Ägäis hat heute (13.6.26) mit dem Tod von Kapitän Giannis Skopelitis, dem langjährigen Kapitän und Namensgeber der Fähre „Express Skopelitis“, im Alter von 68 Jahren einen ihrer bekanntesten Seefahrer verloren.
Jahrzehntelang war Skopelitis weit mehr als nur ein Fährkapitän. Für die Bewohner der Kleinen Kykladen wurde er zum Gesicht einer Route, die einige der abgelegensten Inseln Griechenlands mit dem Rest der Ägäis verband und das ganze Jahr über Passagiere, Vorräte, Medikamente und lebenswichtige Güter transportierte.

Skopelitis stammte aus einer Familie, die eng mit dem Meer verbunden war, und führte eine Tradition fort, die sein Vater, Kapitän Mitsos Skopelitis, ein Fischer aus Koufonisia, begründet hatte, der die Strecke 1956 mit dem kleinen Schiff „Panagia-Panormitis“ ins Leben rief. Was als bescheidener Fährdienst begann, entwickelte sich zu einer Lebensader für Generationen von Inselbewohnern.
Ab den 1980er Jahren spielte Giannis Skopelitis eine aktive Rolle im Familienbetrieb und übernahm später das Ruder bei Small Cyclades Lines, der familiengeführten Fährgesellschaft, die seit fast sieben Jahrzehnten die Kleinen Kykladen mit Naxos und der gesamten Ägäis verbindet.
Unter seiner Leitung wurde die 45 Meter lange „Express Skopelitis“ zu einer der bekanntesten Fähren der Kykladen. Das Schiff befördert bis zu 340 Passagiere und bedient die Inseln Donoussa, Heraklia, Schinoussa, Koufonisia und Naxos, wodurch es sowohl Einwohnern als auch Besuchern das ganze Jahr über eine Verbindung bietet.
Die Fähre erlangte unter den Inselgemeinden legendären Status, da sie die Verbindungen auch dann aufrechterhielt, wenn raues Wetter größere Schiffe zwang, im Hafen zu bleiben. Für viele Einwohner bedeutete die Route weit mehr als nur Transport: Sie ermöglichte das ganze Jahr über den Zugang zu Versorgungsgütern, Dienstleistungen und der gesamten Ägäis.
Heute wird die historische Route unter der Leitung der dritten Generation der Familie fortgeführt, wobei Dimitris Skopelitis ein maritimes Erbe weiterführt, das fast sieben Jahrzehnte umfasst.

Zu denjenigen, die ihm die letzte Ehre erwiesen, gehörte auch der Minister für Meeresangelegenheiten und Inselpolitik, Vasilis Kikilias, der Skopelitis als eine Symbolfigur für die Kleinen Kykladen bezeichnete.
„Für die Bewohner der Kleinen Kykladen war Giannis Skopelitis nicht einfach nur ein Kapitän“, sagte Kikilias. „Er verkörperte das Versprechen, dass keine Insel allein gelassen werden würde.“
Sein Tod markiert das Ende einer Ära für die Kleinen Kykladen, doch das Vermächtnis an Dienstbereitschaft, Engagement und Verbundenheit mit den Inseln, das den Namen Skopelitis trägt, segelt weiterhin über die Ägäis.




