
Der Hasenkopf-Kugelfisch taucht immer häufiger in griechischen Gewässern auf.
Er konnte auch schon an den Küsten Attikas sowie im südlichen Golf von Euböa nachgewiesen werden.
Man muss keine Panik bekommen, aber was man wissen sollte.
Wichtig: Der Fisch darf nicht gegessen werden.
Er enthält Tetrodotoxin, ein starkes Nervengift. Weil sich das Gift im Fisch unterschiedlich verteilen kann, gilt kein Teil als sicher.

Der Biss selbst ist zwar nicht giftig, aber trotzdem gefährlich.
Der Lagokefalos hat ein sehr hartes, schnabelartiges Gebiss und kann damit schwere Wunden und starke Blutungen verursachen.
Wenn es zu einem Biss kommt:
Wunde sofort mit sauberem Wasser (kein Meerwasser) und Seife reinigen. Keine lokalen Antiseptika ohne ärztliche Anweisung verwenden.
Mit einer sauberen Mullkompresse oder einem sauberen Tuch festen Druck auf die Wunde ausüben.
Bei starker Blutung weiter Druck halten und die betroffene Stelle hochlagern.
Unbedingt ärztliche Hilfe holen.
Die Wunde kann eine professionelle Versorgung brauchen, zum Beispiel Tetanusschutz oder bei tiefen Verletzungen auch Stiche.
Wenn ihr in einer abgelegenen Gegend seid oder die Blutung stark ist:
In Griechenland 166 oder 112 anrufen.

Also: Keine Panik. Aber ernst nehmen und schnell reagieren.
PS: Der Lagokefalos stammt ursprünglich aus tropischen Gewässern des Indo-Pazifiks und des Roten Meeres. In die östliche Mittelmeerregion kam er über den Suezkanal. Solche Arten nennt man „Lessepssche Migranten“. Durch wärmere Meerestemperaturen, fehlende natürliche Feinde und gute Anpassung konnte er sich stark ausbreiten, auch in griechischen Gewässern. Erste Nachweise in Griechenland gab es 2005, unter anderem in der Ägäis rund um Kreta und die südöstlichen Inselregionen.





