
Der Independent Power Transmission Operator (IPTO), der griechische Stromübertragungsnetzbetreiber, hat den Bau der Stromverbundleitung abgeschlossen, die Santorini, Folegandros, Milos und Serifos über Attika an das Festlandnetz anschließt, womit das Projekt nun in die letzte Phase vor der vollständigen Inbetriebnahme eintritt.
Das Projekt stellt die vierte und letzte Etappe des seit 2018 laufenden Verbundprogramms für die Kykladen dar. In früheren Phasen wurden Paros, Mykonos, Syros und Naxos an das nationale Stromnetz angeschlossen, während im Rahmen des Programms auch die Verbindungsleitungen zwischen Euböa und Andros sowie zwischen Andros und Tinos modernisiert wurden.
Das Projekt verfügt über ein Gesamtbudget von 385,7 Millionen Euro und wird mit 164,5 Millionen Euro aus dem griechischen Wiederaufbau- und Resilienzfonds unterstützt. Auch die Europäische Investitionsbank hat eine Schlüsselrolle gespielt und im Rahmen von zwei Darlehensvereinbarungen mehr als 265 Millionen Euro bereitgestellt.
Wichtige Infrastruktur

Die Bauarbeiten umfassten die Verlegung von rund 294 Kilometern 150-kV-Hochspannungskabeln – sowohl unter Wasser als auch unterirdisch – in Tiefen von über 500 Metern.
Das Projekt umfasste außerdem den Bau von vier modernen digitalen gasisolierten Schaltanlagen (GIS) sowie die Installation eines statischen Blindleistungskompensators (SVC) auf Santorin, um die Netzstabilität zu erhöhen und die Stromqualität zu verbessern.
Testphase läuft

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird das Projekt nun einer Testphase unterzogen, und die schrittweise Einbindung der neuen Leitungen in das nationale Stromübertragungsnetz wird beginnen – zunächst mit Santorin während der diesjährigen Tourismussaison. Der Vollbetrieb wird in den kommenden Monaten erwartet.
Nach Angaben der IPTO wird die Netzanbindung die Energieisolation der vier Inseln beenden, indem sie deren Abhängigkeit von der Stromerzeugung aus Öl verringert. Außerdem wird erwartet, dass sie die Energiesicherheit in Zeiten hoher touristischer Nachfrage stärkt, die Kohlendioxidemissionen senkt und die Kosten für gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen verringert, was langfristige Einsparungen für die Stromverbraucher in ganz Griechenland mit sich bringt.




