im Einsatzzentrum der Feuerwehr eine Lagebesprechung zu den Waldbränden ab.
Bildquelle: Ministerium für Klimakrise und Zivilschutz
Die Behörden in Griechenland beziffern derzeit die Schäden, die die Waldbrände am Wochenende auf Salamina und Skyros angerichtet haben, während die Feuerwehr weiterhin die betroffenen Gebiete auf vereinzelte Glutnester und mögliche erneute Ausbrüche überwacht.
Auf Salamina im Saronischen Golf in der Nähe von Athen kamen am Sonntag, dem 16. August, zwei Menschen ums Leben, nachdem innerhalb von etwa 20 Minuten zwei Brände ausgebrochen waren. Auch Wohnhäuser, andere Gebäude und Fahrzeuge wurden beschädigt; derzeit beginnen die Untersuchungen, um das Ausmaß der Zerstörung festzustellen.
Auch auf Skyros hat sich die Lage verbessert: Nach der jüngsten Satellitenauswertung des europäischen Copernicus-Dienstes wurde die Ausdehnung des Waldbrands, der im Gebiet von Atsitsa ausgebrochen war, auf rund 364 Hektar (3.636 Stremma) beziffert.
Hunderte wurden auf Salamina auf dem Seeweg evakuiert
Der erste Brand auf Salamina brach um 14:43 Uhr im Gebiet Peristeria aus, gefolgt von einem zweiten um 15:03 Uhr in Kaki Vigla, Selinia.
Nach Angaben der Feuerwehr trugen starke Winde mit Böen von bis zu 7 Beaufort dazu bei, dass sich das Feuer in Peristeria innerhalb von nur sieben Minuten rasch in Richtung der nahegelegenen Wohngebiete ausbreitete.
Zwei Menschen starben, noch bevor die Feuerwehr am Einsatzort eintraf. Im Rahmen des Rettungseinsatzes brachten Rettungswagen außerdem acht Menschen mit Verbrennungen und eine ältere Person ins Gesundheitszentrum Salamina.
Da die Brände Wohngebiete und Küstengebiete bedrohten, wurde eine groß angelegte Evakuierungsaktion eingeleitet. Insgesamt wurden 593 Menschen mit Unterstützung der Küstenwache und weiterer Schiffe auf dem Seeweg aus Saterli und Kolones evakuiert.
Über das 112-System wurden sechs Notfallwarnungen für Gebiete wie Peristeria, Aias Club, Kolones, DEI Chalioti, Perani und Kaki Vigla ausgegeben.
Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren rund 260 Feuerwehrleute mit 15 Waldbrandkommandos und 58 Fahrzeugen im Einsatz, während 10 Flugzeuge und acht Hubschrauber zur Bekämpfung der beiden Brände eingesetzt wurden.
Ursachen der Brände auf Salamina werden untersucht
Die Behörden untersuchen die Umstände der beiden Brände, die an unterschiedlichen Orten im Abstand von etwa 20 Minuten ausgebrochen sind.
Nach den bislang vorliegenden Informationen berichtete ein Anwohner, der die Feuerwehr alarmiert hatte, dass der erste Brand in Peristeria auf einem mit Abfall beladenen Grundstück ausgebrochen sei.
Die Ermittler suchen nach Aufnahmen von Überwachungskameras in der Nähe des Ortes, an dem das erste Feuer ausgebrochen ist, um zu klären, ob es durch Fahrlässigkeit oder vorsätzlich verursacht wurde.
Es liegt noch keine offizielle Feststellung zur Brandursache bei beiden Bränden vor, und es wurde kein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen festgestellt.
Zudem werden derzeit Schadensbegutachtungen an den betroffenen Gebäuden durchgeführt, um die Erfassung der Schäden und die Entschädigung der Betroffenen zu unterstützen.
Die Brandfläche auf Skyros beträgt 364 Hektar
Auf Skyros in der zentralen Ägäis hat sich die Lage nach dem Waldbrand im Gebiet von Atsitsa verbessert.
Laut einer Satellitenauswertung von Copernicus wurden innerhalb des Brandgebiets rund 364 Hektar (3.636 Stremma) erfasst.
Es gibt keine durchgehende aktive Brandfront mehr; die Feuerwehrleute konzentrieren sich nun auf vereinzelte Brandherde.
Das Feuer breitete sich in einem dichten Kiefernwald aus, darunter auch in Gebieten, die sich nach einem Brand im Jahr 2008 – der fast denselben Teil der Insel heimgesucht hatte – wieder erholt hatten. Die Ursache des jüngsten Brandes wird derzeit untersucht.
Löscharbeiten auf Kreta und Kalymnos
Am Sonntag wurden außerdem Feuerwehrleute mobilisiert, um einen Waldbrand im Gebiet Kritsa im Osten Kretas in der Nähe von Agios Nikolaos zu bekämpfen.
Mehr als 30 Feuerwehrleute, rund 10 Fahrzeuge und zwei spezialisierte Waldbrand-Einsatzteams wurden eingesetzt, während vorsorglich der Notruf 112 aktiviert wurde. Nach Angaben der Feuerwehr stellte das Feuer keine unmittelbare Gefahr für ein Wohngebiet dar.
Auf Kalymnos konnte ein Brand im Gebiet von Vlychadia unter Kontrolle gebracht werden, bevor er sich weiter ausbreiten konnte.
Die Waldbrandgefahr lässt in ganz Griechenland nach
Gelbe Gebiete weisen auf eine hohe Brandgefahr (Kategorie 3) hin, während blaue
Gebiete eine mäßige Gefahr (Kategorie 2) anzeigen.
Es gibt keine Gebiete mit sehr hoher (Kategorie 4) oder extremer (Kategorie 5) Gefahr.
Die Brände am Wochenende ereigneten sich inmitten einer anhaltenden Phase erhöhter Waldbrandaktivität in ganz Griechenland. Innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden bis Sonntagabend wurden landesweit insgesamt 36 Brände registriert.
Am Montag, dem 17. August, hat sich die Lage entspannt: Zum ersten Mal seit zehn Tagen liegt kein Gebiet des Landes mehr über Kategorie 3 auf der fünfstufigen griechischen Skala für Waldbrandgefahr.
Allerdings besteht in 20 Gebieten weiterhin eine hohe Waldbrandgefahr, darunter Attika, Kreta, die Kykladen, der Dodekanes und die Inseln der östlichen Ägäis.
Die Temperaturen werden voraussichtlich lokal 35 bis 36 Grad Celsius erreichen, während in der Ägäis weiterhin Nordwinde mit einer Stärke von bis zu 6 Beaufort vorhergesagt werden.



