Hafen von Ägina im Jahr 1964

„Der Hafen von Ägina im Jahr 1964:
Eine Zeitreise durch das mondäne ‚Aegli‘ und das historische Restaurant ‚Olympia‘“

Schwarz-Weiß-Fotografien aus den 1960er Jahren geben auf authentischste Weise einen Einblick in das
Nachkriegsleben auf Ägina – in einer Zeit, in der die Insel im Spannungsfeld zwischen dem traditionellen
Leben als Fischerdorf und den ersten starken Wellen des griechischen Tourismus stand.

Die traditionellen Holzboote, die in einer Reihe entlang des Wellenbrechers vertäut sind, zeugen von
einer Welt, in der das Meer die wichtigste Lebensgrundlage für die Einheimischen darstellte.

Dieser Streifzug entlang der kosmopolitischen Strandpromenade wird durch die beiden großen Wahrzeichen jener Zeit zum Leben erweckt, die sich abheben: das historische Restaurant „Olympia“ im emblematischen Vogiatzis-Gebäude und das legendäre Café und die Konditorei „Aegli“.

Im Hintergrund des ersten Fotos ragt das imposante Herrenhaus empor, das ein untrennbarer Bestandteil des architektonischen und kulturellen Erbes der Insel ist.

Im Erdgeschoss des neoklassizistischen Gebäudes, unter den Stoffmarkisen, war das Restaurant „Olympia“ ein beliebter Treffpunkt für Reisende und Einheimische und bot traditionelle Köstlichkeiten direkt am Hafen.

Auf dem zweiten Panoramafoto wandert unser Blick etwas weiter in Richtung Hafen, wo sich die berühmte Reihe neoklassizistischer Gebäude entlang der Uferpromenade erstreckt. Zwischen den charakteristischen gestreiften Markisen der Geschäfte jener Zeit stach das historische Café-Konditorei „Aigli“ hervor.

Hafen von Ägina im Jahr 1964

In den 50er- und 60er-Jahren war das „Aegli“ der Ort, an dem das Herz der damaligen High Society schlug, die begann, die Insel zu besuchen. Politiker, Künstler, Intellektuelle, aber auch Wochenendurlauber trafen sich dort.

Auf den Tischen des „Aegli“ wurden die traditionellen Löffelsüßigkeiten, die Pasteten, das „Unterwasser-Vanille“ und natürlich die ersten kulinarischen Kreationen auf der Basis der berühmten Erdnüsse aus Ägina, die sich gerade erst als Markenzeichen der Insel etabliert hatten.

Wie deutlich zu sehen ist, befand sich das Geschäft in einem der schönen zweistöckigen Gebäude am Strand mit den symmetrischen Fenstern, wodurch die Ästhetik der neoklassizistischen Architektur von Ägina vollständig erhalten blieb.

Im Jahr 1964 war der Bereich vor dem „Aegli“ und dem „Olympia“ nicht nur eine Fußgängerzone zum Flanieren, sondern ein geschäftiger, lebhafter Ort. Die Fischer breiteten ihre Netze am Kai aus, die Handelsboote luden Waren ab, die Straßenhändler boten ihre Waren an, und gleichzeitig genossen die Gäste ihren Kaffee.

Diese einzigartige Verbindung zwischen der unverfälschten Seefahrertradition und dem aufstrebenden städtischen Tourismus verlieh dem Hafen von Ägina jenen Charme, der auf diesen Fotos unauslöschlich festgehalten ist.

Auch wenn die Jahre vergangen sind und diese Geschäfte modernen Läden Platz gemacht haben, stehen die Gebäude selbst immer noch dort.

Diese beiden Fotos sind wertvolle historische Zeugnisse, die uns an die Eleganz, die romantische Schlichtheit und die kosmopolitische Atmosphäre der 1960er Jahre auf Ägina erinnern.

Copyright für Text und Foto
bei Dionysis Papadimitriou


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Übersetzung: Athen Magazin