Ein neuer 48-stündiger Taxistreik wird voraussichtlich am Dienstag, dem 13. Januar,
den Verkehr in Athen lahmlegen, da die Fahrer gegen den Plan der Regierung protestieren, ab 2026 Elektro-Taxis vorzuschreiben.

Der Streik wurde von der Attica Taxi Drivers Union (SATA) nach einer Mehrheitsentscheidung auf einer Gewerkschaftssitzung angekündigt, wobei die Fahrer warnten, dass die Maßnahme ohne angemessene Vorbereitung oder Unterstützung für den Sektor durchgesetzt werde.

Die SATA argumentiert, dass Griechenland die obligatorische Elektrifizierung von Taxis vorantreibt, obwohl es bei der Ladeinfrastruktur hinter den meisten europäischen Ländern zurückliegt. Vertreter der Gewerkschaft sagen, dass der Mangel an einem speziellen öffentlichen Ladenetz für Taxis den Übergang unrealistisch macht, insbesondere für Fahrzeuge, die rund um die Uhr im Einsatz sind.

Auch Kostenbedenken spielen eine zentrale Rolle in diesem Streit. Nach Angaben der Gewerkschaft sind die Strompreise nach wie vor instabil, was zu Unsicherheiten hinsichtlich der täglichen Betriebskosten führt, während die Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge für viele Fahrer nach wie vor unerschwinglich sind. Diese Belastungen kommen zu einer Zeit hoher Lebenshaltungskosten, steigender Zinsen und erhöhter Steuer- und Versicherungsbeiträge für Selbstständige.

Zwar wurden Förderprogramme angekündigt, doch laut SATA sind diese in Umfang und Dauer begrenzt und bieten den Fahrern, die einen Umstieg in Betracht ziehen, keine langfristige Sicherheit. Die Gewerkschaft fordert eine realistische Übergangsphase, stärkere und dauerhafte finanzielle Anreize sowie einen öffentlich finanzierten Plan zum Ausbau der Ladeinfrastruktur speziell für Taxis.

Die SATA betonte, dass sie die Elektrifizierung an sich nicht ablehne, warnte jedoch davor, dass eine obligatorische Einführung unter den derzeitigen Bedingungen kleine Betreiber aus dem Markt drängen und die Konsolidierung beschleunigen könnte.

Die Gewerkschaft erklärte, dass der Streik wiederholt und eskaliert werde, wenn die Regierung nicht mit der Branche in Dialog trete.