Feuerwehrleute bekämpfen einen sich rasch ausbreitenden Waldbrand

Die Europäische Kommission hat eine neue Strategie zur Bekämpfung der wachsenden Gefahr von Waldbränden vorgestellt, bei der Prävention, Vorsorge, Reaktion und Wiederaufbau im Mittelpunkt stehen.

Nach Angaben der Kommission werden sich Ausmaß und Intensität von Waldbränden in ganz Europa voraussichtlich verschärfen, wobei das Jahr 2025 mit mehr als einer Million Hektar verbrannter Fläche als die schlimmste Waldbrandsaison seit Beginn der Aufzeichnungen gilt. Dieser Trend wird größtenteils auf den Klimawandel und andere mitwirkende Faktoren zurückgeführt.

Die Strategie legt besonderen Wert auf Prävention und zielt darauf ab, die Risiken und Auswirkungen von Waldbränden durch eine verbesserte Landbewirtschaftung und die Entwicklung feuerresilienterer Landschaften zu verringern. Im Rahmen dieser Bemühungen hat die Kommission neue Leitlinien zur Anpassung der Natura-2000-Gebiete an den Klimawandel herausgegeben, um einen strukturierteren Ansatz zum Schutz gefährdeter Ökosysteme zu fördern.

Griechenland hebt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Brandbekämpfung hervor

Die EU-Kommissarin Hadja Lahbib

Die EU-Kommissarin für Katastrophenvorsorge und Krisenmanagement, Hadja Lahbib, nannte Griechenland als wichtiges Beispiel für die operative Zusammenarbeit im Rahmen der EU.

„Wir werden zudem mehr Feuerwehrleute in Hochrisikogebieten vor Ort stationieren, damit sie bereitstehen, bevor sich Brände ausbreiten“, sagte Lahbib und wies darauf hin, dass eine solche Zusammenarbeit in Griechenland bereits umgesetzt worden sei.

Sie fügte hinzu, dass Feuerwehrleute aus der Tschechischen Republik bei Einsätzen zur Bekämpfung von Waldbränden mit griechischen Teams zusammengearbeitet hätten, um bei der Bewältigung der Krise zu helfen und gleichzeitig ihre operativen Fähigkeiten zu stärken.

Ein zentrales Element der Strategie ist die Vorabstationierung von Feuerwehrleuten in Hochrisikogebieten sowie der Austausch von Experten zwischen den Mitgliedstaaten, um die Einsatzbereitschaft zu stärken.

Gleichzeitig plant die EU, das Europäische Waldbrand-Informationssystem mit Unterstützung des Copernicus-Satellitenprogramms weiterzuentwickeln, um die Frühwarn- und Überwachungskapazitäten zu verbessern. Die Strategie sieht zudem den Einsatz von Risikomodellierungsinstrumenten und künstlicher Intelligenz zur Unterstützung der Entscheidungsfindung vor.

Was die Einsatzkapazitäten betrifft, so wird die rescEU-Löschflotte um 12 Flugzeuge und fünf Hubschrauber verstärkt. Die Kommission arbeitet zudem an der Einrichtung eines europäischen Brandbekämpfungszentrums in Zypern, das als regionales Zentrum für Ausbildung und Einsatzbereitschaft dienen soll.