Antiquitäten aus den USA

Griechenland hat im Rahmen seiner fortlaufenden Bemühungen zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Kulturgütern 26 Antiquitäten aus den Vereinigten Staaten zurückerhalten, darunter eine Marmorstatue und seltene Münzen.

Die Artefakte wurden Kulturministerin Lina Mendoni im Rahmen einer Zeremonie in der griechischen Botschaft in Washington, D.C., in Anwesenheit von US-Behördenvertretern gemäß der zwischen beiden Ländern geschlossenen Vereinbarung offiziell übergeben.

Zu den Gegenständen gehört eine kopflose Marmorstatue des Asklepios vom Typ Epidaurus sowie 25 antike Münzen, darunter Silbermünzen aus Rhodos. Die Objekte wurden von der US-Behörde Homeland Security Investigations beschlagnahmt, nachdem sie ohne die erforderlichen Ausfuhrpapiere in das Land gelangt waren.

Besonders bemerkenswert sind zwei seltene Münzen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr.: eine Bronzemünze aus Mazedonien, die Persephone und eine Hydra zeigt, sowie ein Goldstater aus Lampsacus mit Herakles und Pegasus. Die Münzen standen in Verbindung mit einem internationalen Netzwerk für den Handel mit Antiquitäten und wurden nach koordinierten Bemühungen der griechischen und US-amerikanischen Behörden mit Unterstützung von Interpol zurückgegeben.

Antiquitäten aus den USA

„Dank der Absichtserklärung zwischen Griechenland und den Vereinigten Staaten erhalten wir heute bedeutende antike Kulturgüter, da dieser Rahmen als wirksames Instrument für die bilaterale Zusammenarbeit dient“, sagte Mendoni.

Im Rahmen der Zeremonie nahm die Ministerin zudem zwölf antike Objekte entgegen, die nach freiwilligen Spenden von Privatpersonen aus den Vereinigten Staaten zurückgeführt wurden, darunter Tonfiguren, Vasen aus der archaischen und klassischen Zeit sowie Steinfragmente.

Verlängerung der Vereinbarung für September 2026 geplant

Kulturministerin Lina Mendoni traf sich in Washington auch mit der amtierenden stellvertretenden US-Staatssekretärin für Bildungs- und Kulturangelegenheiten, Sherry Keneson Hall. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Verlängerung der griechisch-amerikanischen Vereinbarung über Einfuhrbeschränkungen für Antiquitäten.

Der aktualisierte Rahmenvertrag soll voraussichtlich im September 2026 unterzeichnet werden und die Zusammenarbeit im Kampf gegen den illegalen Handel mit Antiquitäten weiter stärken.

Bei den Gesprächen wurden auch kurz gemeinsame Kulturinitiativen im Zusammenhang mit dem 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA sowie die Fortsetzung des Programms „Cultural Heritage School“ angesprochen, dessen nächstes Seminar für 2027 in Griechenland geplant ist.

Gespräche über die Zusammenarbeit zwischen Museen schreiten voran

Antiquitäten aus den USA

Während ihres Besuchs in Washington traf sich Mendoni auch mit Carlos Campo, dem Generaldirektor des Museum of the Bible, um engere institutionelle Beziehungen zu erörtern.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand der Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Museum und den byzantinischen Museen Griechenlands, die darauf abzielt, die byzantinische Kultur international zu fördern.