
Historische Sehenswürdigkeiten, archäologische Stätten und öffentliche Plätze in ganz Attika werden diesen Sommer im Rahmen des neuen „Attica Roots Festival“ zu Open-Air-Konzertorten.
Das kostenlose Festival findet vom 25. Juni bis zum 25. Juli statt und umfasst neun Konzerte an Orten wie der Römischen Agora, dem Poseidon-Tempel in Sounion, Elefsina, Drapetsona, dem Zappeion und auf Plätzen in Athen, bei denen Künstler zusammenkommen, die von griechischen, mediterranen und weltmusikalischen Traditionen inspiriert sind.
Das von der Region Attika organisierte Festival zielt darauf ab, Musik mit einigen der symbolträchtigsten Schauplätze der Region zu verbinden und historische Stätten sowie öffentliche Plätze in eine Kulturroute zu verwandeln, die sich über Athen, Piräus und darüber hinaus erstreckt.
„Attika wird zu einer offenen musikalischen Landkarte“, sagte der Gouverneur von Attika, Nikos Hardalias, und beschrieb das Festival als eine Initiative, die allen Einwohnern und Besuchern offensteht.
Das Programm bietet ein vielfältiges Repertoire, darunter Volkslieder, Rebetiko, mediterrane Melodien, kretische Tradition, Gypsy-Swing, Jazz, Funk und Electronica.
Konzertprogramm

Das Festival umfasst neun kostenlose Konzerte an berühmten Sehenswürdigkeiten in der gesamten Region und findet vom 25. Juni bis zum 25. Juli 2026 statt. Alle Veranstaltungen beginnen um 21 Uhr.
• 25. Juni – Mode Plagal | Römische Agora: Die seit den 1990er Jahren aktive Band Mode Plagal verbindet griechische Musiktradition mit Jazz, Funk, Blues und Afrobeat – ein Sound, der tief verwurzelt und zugleich absolut zeitgemäß wirkt. Die Römische Agora bietet eine passend antike Kulisse für einen Abend voller Tradition und Improvisation.
• 28. Juni – Dimitra Galani und Estoudiantina | Poseidon-Tempel in Sounion: Dimitra Galani, die Estoudiantina aus Nea Ionia und der Griechisch-Byzantinische Chor erkunden die verborgenen Verbindungen zwischen byzantinischem Gesang und dem Werk von Vasilis Tsitsanis und verfolgen die gemeinsamen Wurzeln der griechischen Musiktradition vor der Kulisse des Sonnenuntergangs am Poseidon-Tempel.
• 30. Juni – Barikada | Fußgängerzone Apostolou Pavlou: Florian Mikutas Projekt verbindet Rebetiko, Balkan- und Roma-Musik zu einem modernen Mix aus Ska, Dub, Drum ’n’ Bass und Electronica. Das Konzert findet in der Fußgängerzone unterhalb der Akropolis statt, wo das antike und das moderne Athen mühelos aufeinandertreffen.
• 3. Juli – Martha Frintzila und Kubara Project | Anapsiktirio-Platz, Elefsina: Martha Frintzila verbindet traditionelle Melodien, wenig bekanntes Rebetiko und internationale Kompositionen zu einem Set, in dem Improvisation, Humor und Emotionen gleichermaßen Raum finden. Veranstaltungsort ist Eleusis, die antike Stadt der Eleusinischen Mysterien und Kulturhauptstadt Europas 2023.

• 7. Juli – Eleni Tsaligopoulou | Lipasmata-Park, Drapetsona: Eine der beliebtesten Volkssängerinnen Griechenlands tritt im Lipasmata auf, einem ehemaligen Industriekomplex, der nun als Kulturraum am Wasser wiederauferstanden ist. Ihre Stimme ist geprägt von Volksliedern, Festlichkeiten und kollektivem Gedächtnis und erhält durch diesen Veranstaltungsort, der tief in der Geschichte der Arbeiterklasse von Piräus verwurzelt ist, zusätzliche Resonanz.
• 10. Juli – Evanthia Reboutsika | Zappeion: Die Komponistin und Geigerin Evanthia Reboutsika erkundet die Erinnerung an den östlichen Mittelmeerraum durch Kompositionen, die Anklänge an Konstantinopel und Smyrna in sich tragen. Das neoklassizistische Zappeion, eingebettet in die Nationalgärten, bietet einen eleganten und geschichtsträchtigen Rahmen.
• 12. Juli – Gadjo Dilo | Dexameni-Platz, Kolonaki: Inspiriert vom Gypsy-Swing von Django Reinhardt verschmelzen Gadjo Dilo griechische Lieder der 1950er und 60er Jahre mit Manouche-Jazz zu ihrem eigenen Stil, dem „Manouche De Grec“. Der stimmungsvolle Dexameni-Platz, benannt nach einem antiken römischen Wasserreservoir, bildet eine passend nostalgische Kulisse.
• 18. Juli – Hainides | Kotzia-Platz: Die seit 1990 aktiven Hainides verweben kretische Tradition, Poesie, Mystik und orientalische Musik zu Konzerten, die wie kollektive Rituale wirken. Der Kotzia-Platz im Herzen Athens verleiht dem Abend seine eigene vielschichtige Geschichte, denn unter den Füßen sind noch antike archäologische Überreste zu sehen.
• 25. Juli – Omar Faruk Tekbilek | Zappeion: Der weltbekannte Musiker Omar Faruk Tekbilek schöpft aus der Sufi-Tradition und der Volksmusik des östlichen Mittelmeerraums und verbindet die Ney, die Oud und antike Tonarten mit einem zeitgenössischen, globalen Klang. Ein passender Abschluss des Festivals im Schein der Akropolis.
Weitere Informationen zum Festival finden Sie hier.
